#StandWithUkraine

YLEX hilft Gastfamilien und Unternehmen bei der Integration von Flüchtenden.

Immer mehr Flüchtende aus der Ukraine erreichen seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine in die Schweiz geflüchtet. Die Solidarität in der Schweizer Bevölkerung ist gross. Viele bieten sich als Gast- oder Arbeitgeber an.

Für Geflüchtete aus der Ukraine wurde erstmals der Schutzstatus S aktiviert. Menschen mit Schutzstatus S dürfen sofort arbeiten, durchlaufen kein Asylverfahren und dürfen Familienangehörige in die Schweiz holen. Damit soll ein unkomplizierter, unbürokratischer Umgang mit den Geflüchteten ermöglicht werden. 

Häufig gestellte Fragen für Gastfamilien

Muss ich meine Vermieterschaft um Erlaubnis fragen, wenn ich Flüchtende aufnehmen möchte?

Wird für die Unterbringung eine anteilige Untermiete oder eine Entschädigung bezahlt, handelt es sich um ein Untermietverhältnis und es muss in jedem Fall die Zustimmung der Vermieterschaft eingeholt werden. Bei einer kostenlosen Unterbringung ist das Einverständnis gemäss Schweizer Mietrecht nicht zwingend, es wird aber empfohlen das Einverständnis einzuholen. Schliesslich sollte die Wohnung über genügend Platz verfügen, damit die Wohnung nicht überbelegt wird. Als Faustregel gilt Anzahl Zimmer plus 1 Person.

 

Kann ich das Unterbringungsverhältnis einer Gastfamilie jederzeit auflösen?

Sofern die Unterbringung kostenlos erfolgt, besteht grundsätzlich kein Mietverhältnis und die Unterbringung kann nach Rücksprache mit dem Kanton oder der vermittelnden Partnerorganisation innert 2 Wochen gekündigt werden (je nach Vereinbarung). Sofern ein Mietzins bezahlt wird, besteht grundsätzlich ein Mietverhältnis, bei welchem die Kündigungsfristen aus dem Obligationenrecht beachtet werden müssen. Für Wohnräume gilt eine Frist von 3 Monaten, für möblierte Zimmer eine Frist von 2 Wochen.

 

Müssen wir als Gastfamilie für die Lebenshaltungskosten der Schutzsuchenden aufkommen?

Nein, Asylsuchende oder Personen mit Schutzstatus S werden durch die kantonal oder kommunal zuständigen Stellen der Asylfürsorge unterstützt. Die finanzielle Unterstützung für den Lebensunterhalt richtet sich dabei nach den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben.

Weitere Infos zum Thema Aufnahme von geflüchteten Menschen findest du auf der Seite der schweizerischen Flüchtlingshilfe.

 

Häufig gestellte Fragen für Unternehmen

Was bedeutet der Schutzstatus S?

Mit dem Schutzstatus S erhalten die Betroffenen einen Ausweis S. Dieser ist auf höchstens ein Jahr befristet, jedoch verlängerbar. Nach frühestens fünf Jahren erhalten Schutzbedürftige eine Aufenthaltsbewilligung B, die bis zur Aufhebung des vorübergehenden Schutzes befristet ist.

Diejenigen Personen, welche den Schutzstatus S erhalten, dürfen ohne Reisebewilligung ins Ausland reisen und in die Schweiz zurückkehren.  Sie dürfen ohne Wartezeit einer Erwerbstätigkeit (auch selbständige Erwerbstätigkeit) nachgehen und haben Recht auf Sozialhilfe und Zugang zum Schulwesen. Zudem werden sie nach der Registration krankenversichert.

Kann ich Flüchtende bei mir im Betrieb einstellen? Was muss ich tun?

Für die Zulassung zur Erwerbstätigkeit der geflüchteten Person muss das Unternehmen ein Gesuch bei der kantonalen Arbeitsmarktbehörde (im Einsatzkanton) einreichen. Folgende Dokumente müssen eingereicht werden: Kopie des Ausländerausweises (Ausweis S), Pass-Kopie, gegenseitig unterzeichneter Arbeitsvertrag, je nach Kanton: Formular Stellenantritt. Selbstverständlich müssen die orts- und branchenüblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden.

Weitere Informationen zum Thema findest du hier.

Wir bieten deshalb all denjenigen, welche in der Schweiz Geflüchtete aus der Ukraine bei sich aufnehmen oder im Betrieb integrieren wollen, kostenlose Rechtsberatung an.

 

Beratung anfordern